Anforderungsmanagement

Software-Entwicklung lebt von Anforderungen. Ein Software-Entwicklungsprojekt hat immer das Ziel, Anforderungen umzusetzen. Dabei können jedoch zwei grundsätzliche Dinge schief gehen: Beispielweise können falsche (fehlerhafte) Anforderungen korrekt oder auch korrekte Anforderungen falsch bzw. fehlerhaft umgesetzt werden.

requirement management 1Oben genannte Fehlerquellen können vielfältige Ursachen haben. Zum einen sind Anforderungen selten statisch. Sie werden nicht initial einmal vorgegeben und sind dann nur noch umzusetzen. Das fängt damit an, dass Anforderungen meist erst aus einer “High-Level-Perspektive” formuliert und dann ins Detail gehend weiterentwickelt werden. Schon bei diesem Vorgang “ändern” sich Anforderungen und die ursprüngliche Absicht einer Anforderung kann buchstäblich verloren gehen. Im weiteren Verlauf kommen dann auch noch “tatsächliche”, also inhaltliche Änderungen hinzu, weil das gewünschte Produkt im Endeffekt beispielweise dann doch etwas anderes können soll, als vielleicht im ersten Entwurf.

Desweiteren sind Anforderungen oft schwer korrekt und präzise zu formulieren. So kommt es durch falsch formulierte Anforderungen (im Sinne der Definition eines Requirements) zu Unsicherheiten und in deren Folge zu falschen Auslegungen, die weitreichende Auswirkungen für das Software-Produkt haben können.